
Leichtbau und Polymermaterialien
Die Wechselwirkungen und Nutzenpotentiale bei der Entwicklung völlig neuartiger Materialien, insbesondere Polymermaterialien sollen untersucht werden. Es wir dsich zeigen, dass der Stellenwert der Themen Energieeffi zienz und Sicherheit in der Wertschöpfungskette dadurch deutlich an Bedeutung gewinnt.
Unter dem Dach der Zukunftsmeile Fürstenalle wurden zu diesem Vorhaben bereits zwei Forschungsinsitute gegründet: Das Institut für Polymere Materialien und Prozesse (PMP) sowie das Direct Manufacturing Research Center (DMRC).
Institut für Polymere Materialien und Prozesse (PMP)

Das Institut für Polymere Materialien und Prozesse (PMP) ist im Juni 2009 als Zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Paderborn gegründet worden. Die Aufgaben des PMP sind:
Forschung, Lehre und Technologietransfer auf dem Gebietder Polymermaterialien und ihrer Herstell- und Verarbeitungsprozesse.
Die Kompetenzen und Ausrichtung der dem PMP zugeordneten Arbeitsgruppen aus den Gebieten der Naturwissenschaft und des Maschinenbaus ermöglichen die interdisziplinäre Betrachtung der gesamten Prozesskette der Polymertechnologie von der Polymersynthese bis zum innovativen Bauteil bzw. zur Baugruppe.
Die aktuellen Aktivitäten beziehen sich auf folgende Gebiete:
■ Neue polymere Materialien und Beschichtungen
■ Grenzfl ächen entlang der Polymer-Prozesskette
■ Partikel/Matrix-Wechselwirkungen und Verbundwerkstoffe
■ Hochentwickelte Verfahrenstechnologien
Weitere Informationen unter: http://pmp.uni-paderborn.de
Direct Manufacturing Research Center (DMRC)
Ziel des im letzten Jahr gegründeten DMRC ist es, die Entwicklung von Direct Manufacturing-Prozessen und -Systemen voranzutreiben. Direct Manufacturing umfasst eine Vielzahl von Anwendungen für die automatische, schichtweise Herstellung von Bauteilen auf der Basis eines Computermodells.
Direct Manufacturing kann Produktionskosten und -zeiten erheblich verringern und ermöglicht die Herstellung von komplexeren und funktionaleren Bauteilen. Anwendungsbeispiele für komplexe Bauteile, die mit Direct Manufacturing Technologie hergestellt werden können, sind Prothesen und Hörgeräteschalen ebenso wie Windkanalmodelle für Luftfahrt und Rennsport oder Turbinenschaufeln.
“Wir freuen uns, Siemens, Stratasys, Stükerjürgen und JetAviation als neue Mitglieder des Forschungszentrums willkommen zu heißen“, sagte Scott Martin, Chairman des DMRC und Senior Manager Direct Manufacturing bei Boeing Research & Technology. „Die neuen Mitglieder stärken die industrielle und technologische Basis des Forschungszentrums, sie bringen auf Gebieten wie Turbinenbau oder Kunststofffertigung wichtige Kompetenzen in die Entwicklung und den Einsatz von Direct Manufacturing ein.“
Die Forschung am DMRC wird von Professoren der Universität Paderborn geleitet und von technischen Mitarbeitern und Studenten der Universität durchgeführt. Auch Mitarbeiter der Industriepartner arbeiten vor Ort an gemeinsamen Projekten. Zu ersten Forschungsvorhaben zählen die Verbesserung der Verfahren Laser Sintering/Melting von Metall- und Kunststoffpulver und Fused Deposition Modelling sowie die Erarbeitung industrieller Anforderungen an Materialien, Ausbildung und die Entwicklung von Standards.
Weitere Informationen unter: dmrc.uni-paderborn.de
