„Intelligente technische Systeme“

Intelligente technische Systeme sind hochkomplexe Produkte, die durch ein engesZusammenspiel zwischen Hard- und Software gekennzeichnet sind. Immer mehr Systemfunktionalität entsteht durch ihre Verlagerung in entsprechende Softwaremodule. Dies erhöht die Lebensdauer sowie die Anpassbarkeit der Produkte, stellt aber entsprechend hohe Anforderungen an die Qualität der Software und vor allem auch an die Integration mit der zu steuernden Hardware.

Die entsprechenden thematischen Schwerpunkte, die die wesentliche Basis für diese Qualität bilden, sind Mechatronik, Softwarequalität, Virtual Prototyping/Simulation, Systemintegration.

Durch eine enge Kooperation von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik werden neuartige Entwicklungsverfahren erforscht, die insbesondere auf Modellbildung, Simulation und formaler Verifikation beruhen. Diese Verfahren berücksichtigen die zunehmende Verlagerung von Hardware in Software sowie die hohe Vernetzung der Komponenten eines Systems.

Produkt- und Prozessintegration

Projekte die mit Mechatronik, Softwarequalität, Simulation
und Integration die Konstruktion bzw. Produktion intelligenter
technischer Systeme betrachten. Ergänzt wird dies um
Projekte, die die Organisation und Verbesserung der Produktions-
und Vermarktungsprozesse beinhalten, die unabdingbar
für eine erfolgreiche Produktion sind. [mehr]

Anwendungsbeispiele

Beispiele für intelligente technische Systeme werden dargestellt, die bereits jetzt hohes Nutzenpotential aufweisen. Hierzu gehört insbesondere der Bereich Lichttechnik, Fahrerassistenzsysteme sowie Fragen der Antriebs- und Bremstechnik. Diese Themen refl ektieren die Stärke gerade von OWL Unternehmen im Bereich der Automobilzulieferer. [mehr]

Die Entwicklung Intelligenter Technischer Systeme in Form neuartiger Produkte aber auch zur Unterstützung von Produktion und Dienstleistungen setzt immer mehr die enge Zusammenarbeit zwischen Informatikern und Ingenieuren aber auch Mathematikern und Wirtschaftswissenschaftlern voraus. Wenn auch diese Erkenntnis in der Industrie langsam umfassend akzeptiert wird, so fehlt es doch gerade kleinen und mittleren Unternehmen an der dafür notwendigen Kooperation und vor allem auch an der Möglichkeit, solche Kooperationen systematisch zu entwickeln. Aber auch in größeren Unternehmen wird aufgrund eingefahrener Vorgehens- und Denkweisen das Potential einer Symbiose der obigen Disziplinen oft nur unzureichend ausgeschöpft.

Ausgehend von dem Potential und den Stärken aber auch von den Fragestellungen der regionalen Industrie sollen deshalb in der „Zukunftsmeile Fürstenallee“ gerade solche Projekte beispielhaft realisiert werden, die Firmen in Kooperation mit lokalen Hochschulen die Möglichkeit bieten, die interdisziplinäre Entwicklung von neuartigen Produkten und Produktionstechniken voran zu treiben. Das daraus entstehende Potential, die Produktinnovationen aber vor allem auch in der interdisziplinären Zusammenarbeit geschulte und erfahrene, hochqualifi zierte Mitarbeiter sind wesentliche Garanten für die weitere erfolgreiche Entwicklung der regionalen, mittelständisch geprägten Industrie. Gerade die in der Anfangsphase geplanten Projekte bauen auf bestehenden, teilweise bereits institutionalisierten und erprobten Kooperationen zwischen Industrie und Wissenschaft auf, um Nachhaltigkeit sicherzustellen und vorhandenes „Know-how“ effektiv weiter zu entwickeln.